Nur noch

;
Stunden, dann ist wieder Schützenfest
 


Auch 1995 fuhren wir noch nicht die klassischen Kegeltourziele an, sondern organisierten ein Wochenende nach eigenen Ideen. Vier Tage mit einer 14,90m Luxus-Yacht über Kanäle und Seen im holländischen Friesland. Das hieß aber auch: Vier Tage mit 10 Mann auf engsten Raum, selber kochen und abspülen, bei 500DM Kaution für den Kahn natürlich auch einigermaßen benehmen. Jeder der konnte musste einmal kochen und wer noch keine Ausbildung hierzu besaß, damals gab es noch keinen Tim Mälzer im TV, durfte dies mit einem Frühstück oder Abendbrot ausgleichen. Essensplan aufgestellt, Proviant eingekauft, eine Guinessbuchrekordverdächtige Menge an Dosenbier geordert, den schwarzen Ford Transit 9Sitzer Gangsterbus vom Mätes und Tünns Transportbulli von Röhrich mit Diesel getränkt und ab Richtung Fischköppe. Voll beladen kamen wir nach ein paar Stunden Sloten an. Kurze Einweisung in der Navigation mittels Sextant, Vorwärtsgang, Rückwärtsgang, Bremse und schon war das Schiff geentert. Zur Erklärung: auf den holländischen Wasserstraßen braucht der Steuermann erst einen Bootsführerschein ab 15m Schiffslänge. Die Ladung aus den Bussen gelöscht und damit den Tiefgang des Schiffes vergrößert. Vom Steg aus betrachtet war das Boot recht beeindruckend anzuschauen, das komplette Heck war voll mit Paletten Früh-Kölsch Dosen. Spätestens hier hätte der Bootsverleiher die Kreuzfahrt noch stoppen können. Raus aus dem Hafen und über die Kanäle und Seen, so schipperten wir durch die Gegend, und Gegend gibt’s in Friesland satt und genug. Das Wetter war für diese Jahreszeit, Anfang November, einwandfrei. Bei ca. 20°C (wirklich!) legte man sich zum Ausnüchtern einfach aufs Deck und bekam sogar noch etwas Farbe ab. Für die Nächte suchten wir uns kurz vor Einbruch einen freien Ankerplatz auf einer Insel oder mitten in der nächstgelegenen Stadt. Als wir zwecks Übernachtung mitten in der Kleinstadt Sneek den Anker geworfen hatten gönnten wir uns eine Pizza und das Kochen fiel kurzerhand aus. Während dieser vier Tage konnte jeder den ganzen Tag tun und lassen was er wollte. Ein paar Piraten steuerten die meiste Zeit das Boot, 3 – 4 Matrosen verspielten beim Poker ihre Heuer und alle zusammen machten sich eifrig über die Vorräte her. Das sollte als Bericht reichen, dafür seht ihr weiter unten ein paar Bilder mehr. Das Kreuzfahrtschiff wurde am letzten Tag ordnungsgemäß ohne eine Beule oder Kratzer und voll getankt wieder zurückgegeben. Insgesamt ein Klasse-Wochenende in Holland.



Dosenbier und Zigarette, die typische Pause auf der Hinfahrt.


Die Schnäuzer-Gang aus Hackes.


Der Transportbulli von Röhrich wird entladen.


Superwetter. Ruhiges Wasser. Alles ganz easy.


Boot steuern nur mit Oberlippenbart erlaubt................


Die Stimmung unter Deck.


Die Viererkajüte im Bug des Schiffs hatte ein eigenes WC.


Zwei Leichtmatrosen bei der Arbeit in der Kombüse.


Typischer Ankerplatz mitten in der Prärie.


Adonis im minus 10° kalten Sneeker Meer.


Titel: Fang die Dose oder Kopfball mit Kölsch. Rätsel: Wer dieser kopflose Hirsch wohl sein mag?


Die Crew von 1995.


Texas Hold`em wird erfunden.




Zocken, trinken oder sonstigen Blödsinn. So liefen alle Tage ab.


Ohne eine einzige Schramme durchgekommen.


Solche Frachter kamen uns auf den Kanälen entgegen.


Am Kai hinter dem Frachtschiff war unser eigentlicher Ankerplatz für die Nacht in Sneek, doch als die Drei sich eine Zeitung in einem nahegelenden Supermarkt kaufen wollten, legten die anderen kurzerhand das Boot ab und machten am gegenüberliegenden Ufer fest. Das Bild zeigt die Rückkehr der drei Landgänger.


Kabänes hatten wir natürlich auch dabei. Den ganzen Tag nur Kölsch trinken, das hält doch keiner aus.


Gute Laune zu jeder Tageszeit.


Kabänes?


Kabänes!


Wasser, Kühe und Gegend wohin man schaut.


In Sloten vor dem letzten Abend.


Die Mühle von Sloten.


Die letzte Nacht an Bord war heftig. Reste trinken. Wodka, Bacardi, Kabänes. Alles musste weg und diese Beiden fanden anschließend ihre Koje nicht mehr wieder.


Ganz klar: Pinkelpause auf der Heimfahrt.

Der Jägerzug Stolzer Hirsch ist seit 1981 Mitglied in der St.Hubertus Schützenbruderschaft Hackenbroich-Hackhausen.
Hackenbroich
Nach der Tour ist VOR der Tour
Besucher Counter
 
Heute waren schon 1 Besucher (17 Hits) hier!
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
Stand 28.02.2013