Nur noch

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Stunden, dann ist wieder Schützenfest
 





München Grünwald 1985. Unsere allererste Kegeltour sollte uns also nach München und Umgebung führen, und dann auch noch in den absoluten Promistadtteil der Stadt. Sieben junge Burschen machten sich damals an einem Freitagmorgen mit 2PKW auf den Weg. Mit einem 3er BMW vom Klaus und einem „weißrotentieferbreiten“ Golf GTI vom Gaetano, es lagen ja nur schlappe 600km vor uns ......... ! Die Devise seinerzeit war: Wir buchen irgendein Hotel in München und gehen ins Hofbräuhaus um aus Maßkrügen zu saufen. Den genauen Ablauf von Damals hat natürlich niemand aufgeschrieben, aber die wichtigsten Ereignisse dieser 4Tage Reise hier in einem kurzen Bericht:

Wie schon erwähnt fuhren wir mit PKW´s an einem Donnerstagmorgen im Juni 85 auf die A3 Richtung Süden. Teilnehmer waren Frank, Jörg K., Jörg B., Gaetano, Arnold, Klaus und Martin. Für die 600km brauchten wir keine 5Stunden, abzüglich der vielen Pinkelpausen noch weniger.

Die Unterkunft hieß damals noch „Gasthof Alter Wirt“ und war in Wirklichkeit ein Hotel in welchem Prominente abstiegen. So trafen wir zum Beispiel Schlagerdiva Lena Valaitis mit Ehemann Rolf Jüssen (Klimbim). Am zweiten Tag schenkte man uns im Schankraum kein Bier mehr aus. Warum? Stimmgewaltige rheinische Sprachkultur beim Genießen des bajuwarischen Gerstensafts störte die anderen Gäste. Doch nicht mit uns. Nach energischen Verhandlungen bekamen wir schließlich doch wieder etwas Bier, allerdings abseits der versnobten Freistaatler in unseren Suiten im 1.Stock.



Wer nach München reist muss unbedingt auch das Braustübchen am Platzl 9 besuchen. Das taten wir dann auch und sollten doch schon wieder mit den Eingeborenen aneinander geraten. Der Reihe nach: Alle man rein ins Hofbräuhaus, an den langen Holzbänken bequem gemacht und sieben Maß bestellt. Mmmmmhhhh lecker. Als Kölschtrinker waren wir es gewohnt ein Bierglas zügig auszutrinken damit die köstliche Erfrischung nicht schal wurde. Und so tranken wir zeitnah auch den dritten Krug aus, die Stimmung war perfekt. Irgendeiner kam dann auf die Idee das wir uns bei dem schönen Wetter doch nach draußen in den sonnigen Innenhof setzen könnten. Gesagt getan. Die noch halbgefüllten Krüge gepackt und ab nach draußen. Oha. Großer Fehler! Schon kam der erste Kellner hinter uns her, aber wir ließen uns nicht aufhalten weil da nämlich gerade ein Tisch freiwurde. Nachdem wir uns niedergelassen hatten schritt auch schon der Kellner vom neuen Tisch an uns heran und bat darum dass wir wieder hinein gehen und uns an den vorherigen Platz setzen sollten. „Schleicht euch eini“  aber „Pfüati“ oder ähnliches bekamen wir zu hören. Doch mutig wir sie nun mal waren (immer noch sind) wollten die glorreichen Sieben den eroberten Platz an der Sonne nicht mehr hergeben. Tja, bei drei Maß HB sollte es somit dann auch bleiben, uns bediente ab sofort kein Kellner mehr. Ihr könnt Euch sicher vorstellen das es in einer Stadt wie München kein Problem für uns war an weitere 5%ige Getränke zu kommen.

Ein Ausflug zum weltberühmten Kloster Andechs stand ebenfalls auf dem Programm. Das dunkle Mai-Bock-Bier sollten echte St.Hubertus-Schützen wenigsten einmal im Leben probieren. Direkt vom Fass, gezapft von echten Mönchen mit blankgeputzten Platten auf der Birne (dachten wir). Wichtig für das Ende der Geschichte ist die Beschreibung des Hinwegs: Von Grünwald aus mit der Tram25 bis zum Johannesplatz, hier umsteigen in die U2 in Richtung Hbf. Vom Hbf mit der S5 bis Herrsching am Ammersee und das letzte Stück den Berg hinauf nach Andechs mit dem Bus. Nüchtern schon eine recht sportliche Aufgabe das alles zu koordinieren. Als echte Touris kauften sich alle einen hohen grauen Berghut aus Filz, der schützte nicht nur vor der Sonne, man fand auch auf Anhieb seinen Tisch wieder. Das Klosterbier schmeckte richtig gut, wie süffiges Malzbier, gar nicht nach Alkohol…….. . Und so schossen wir uns richtig ab. Wie viele Maß die Hirsche hier verinnerlicht hatten weiß heute niemand mehr. Am Start der Rückfahrt in Andechs waren uns noch vier nette Damen behilflich, so dass alle den richtigen Bus nach Herrsching bestiegen und auch die S5 sollte die sieben Volltrunkenen komplett in Richtung München befördern, doch dann kam der Filmriss und die meistens wachten erst im Hotelbett wieder auf.

Dies waren nur ein paar Highlights der Premierentour nach München, aber schon damals haben die glorreichen stolzen Hirsche gezeigt wo die Reise mit dem Verein hingeht……………………………….

 



Hier unser TOP-Hotel. Von außen eher schlicht bayrisch gehalten.


Koffer ausgepackt und in der Schankstube das erste Helle. 


Unbekannter Straßenbahnmitfahrer. Wahrscheinlich auf dem Weg zum Konfirmandenunterricht.............................


Echte Touris auf dem Marienplatz.


Am 2.Tag mit der S-Bahn nach Herrsching. Noch sehr frisch und munter.


Es musste ja sofort das dunkle Bier sein. Es gab auch normales blondes Bier. Trotzdem hat das Gebräu hervorragend geschmeckt.


Schmacko übt sich hier als Aushilfskrügeeinsammelgeselle. Wer genau hinschaut sieht links im Bild den schon etwas fertigen Jörg.


Tja, es gab halt noch keine Handys, so versuchte es Arnold mit dem damals schon entwickeltem niederbayrischen Brezelfunk.


Bekanntermaßen haben Hirsche an steilen Hügeln so ihre Standprobleme. Röhrenjeans und Turnschuhe, das Foto könnte auch von 2007 sein.


Wo müssen wir denn eigentlich hin. Buslinie? Haltestelle? Und wann? Hier standen Unmengen von Touristenbusse herum.


Diese vier jungen Damen hatte der Himmel geschickt. Mit ihrer Hilfe fanden wir dann auch den richtigen Bus.


Pause auf der Heimfahrt. Jörg sieht aus als hätte ihn jemand geweckt. Im Vordergrund der 3er BMW vom Schmacko.


Der weißrottieferbreite GTI braucht Sprit.


Die üblichen Pinkelpausen......................


................und nochmal von der Seite.

Der Jägerzug Stolzer Hirsch ist seit 1981 Mitglied in der St.Hubertus Schützenbruderschaft Hackenbroich-Hackhausen.
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Stand 28.02.2013